Paukenschlag zum Saisonauftakt in der Landesliga

Am vergangenen Sonntag fuhr unsere erste Mannschaft zum ersten Saisonspiel gegen Ligafavoriten Bamberg. Die Favoritenrolle lag von vornherein klar auf Seiten der Bamberger, aber auch im letzten Jahr hatten wir es geschafft, ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen, und malten uns keine schlechten Chancen aus.

Die Ruhe vor dem Sturm bildete Jürgen, der es nach einer schwierigen letzten Saison ruhiger angehen ließ, und sich schon früh ein solides Remis sicherte.

Darauf folgte aber bereits das erste große Ausrufezeichen. David, der kurzfristig für Gerald aufgrund dessen Erkrankung einspringen musste, schaffte es nach einem für dieses Niveau ungewöhnlichen taktischen Einsteller seines knapp 150 DWZ stärkeren Gegners, unsere Mannschaft direkt in Führung zu bringen.

Und aus einer Überraschung mach zwei. Christoph konnte gegen seinen ebenfalls um fast 200 Punkte stärkeren Gegner einen sehr souveränen Sieg einfahren und die Bindlacher Führung ausbauen. Die Erwartungen aus dem Vorfeld waren durch diese zwei Siege komplett auf den Kopf gestellt.

Leider musste sich etwas später Jörg geschlagen geben, der nach einem Blackout in der Eröffnung Materialverlust hinnehmen musste und es nicht mehr schaffte, sich davon zu erholen.

Auch Pawels Partie sah lange danach aus, als wäre er in Schwierigkeiten. Doch in gewohnter Manier zog er sich aus dem Schlamassel und wickelte in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel ab, welches er trotz Minusbauer locker halten konnte.

Neuzugang Tobias schaffte es darauf am Spitzenbrett, seinen Gegner, der etwas zu ambitioniert gespielt hatte, im Leichtfigurenendspiel zu überspielen und sicherte damit das 4-2 und somit einen garantierten Mannschaftspunkt.

Doch in den letzten zwei Partien stand es schon lange schlecht um die Bindlacher Chancen. Daniel und Tomas hatten im Partieverlauf mehrere Bauern abgeben müssen und kämpften mit allen Mitteln um den letzten halben Punkt, der zum Mannschaftssieg fehlte.

Die Erlösung seitens der Bindlacher kam dann durch Daniel, der erst einen Bauern zurückgewinnen konnte und durch seine Figurenaktivität den Gegner an jeglichem Fortschritt hinderte.

Da machte es dann auch nichts mehr aus, dass Tomas seinem Materialnachteil zum Opfer wurde und sich geschlagen geben musste.

Denn der knappe und etwas glückliche Sieg von 4,5-3,5 stand damit fest und wir haben direkt gezeigt, in welche Richtung es dieses Jahr gehen soll. Und wer weiß, vielleicht können wir in Sachen Aufstieg doch ein Wörtchen mitreden. Mehr zeigt sich dann in Runde 2 am 25.10. zuhause gegen den Aufsteiger aus Windischeschenbach.

Autor: Christoph Sesselmann