Am Wochenende stand für unsere erste Mannschaft das Spiel gegen Spitzenreiter Bamberg an. Nach einer bisher eher durchwachsenen Saison ging man also als klarer Underdog in das Match.
Zunächst wurden die Bamberger auch ihrer Favoritenrolle gerecht: Jürgen kam nie wirklich gut aus der Eröffnung und geriet in einen starken Königsangriff, welcher ihm leider eine weitere Saisonniederlage bescherte.
Auch David hatte seine Schwierigkeiten. Seine Springer gerieten im Zentrum unter Beschuss und er sah sich zu einem Figurenopfer gezwungen, das ihm aber nicht genügend Kompensation gab. Sein Gegner verwertete in der Folge die Mehrfigur.
Den nächsten herben Schlag musste Markus einstecken. Bei entgegengesetzten Rochaden wurde sein Angriff gestoppt und sein Gegner hatte freie Hand. Markus hatte daraufhin keine Chance und musste den Bambergern zu ihrem dritten Sieg gratulieren.
Doch selbst nach diesem katastrophalen Start ließen sich unsere Spieler nicht unterkriegen. Den Anfang machte Christoph, der einen gut vorbereiteten Königsangriff mit einer Mattkombination sehenswert zu Ende führen konnte.
Kurze Zeit später setzte Daniel die Aufholjagd fort. Sein Gegner opferte kurz vor der Zeitkontrolle eine Figur, erlaubte jedoch durch einen Fehler ein Gegenopfer, was Daniel direkt zum Gewinn gereichte.

Den Ausgleich schaffte dann Tobias, der durch konstant aufgebauten Druck einen Bauern gewinnen konnte. Diesen Mehrbauern brachte er bis ins Läuferendspiel, wo seine starken Freibauern den Sieg brachten.
So schnell kann es gehen. Von einem 3-0 Rückstand noch den Ausgleich geschafft und das gegen die stärkste Mannschaft der Liga. Aber damit noch nicht genug.
Pawel schaffte es in gewohnt souveräner Manier nach einem langen Kampf in ein Läuferendspiel, in dem er eindrucksvoll zeigen konnte, dass weit entfernte Freibauern den verbundenen überlegen sind.


Damit brauchte Bertram nur noch ein Remis, um die Sensation komplett zu machen. Die Partie entwickelte sich vorerst zu einem sehr vorteilhaften Endspiel. Doch Bertram traf verfrüht die Entscheidung, die Ereignisse zu forcieren und sein zuvor starker Freibauer wurde auf einmal zur Schwäche. Glücklicherweise fand er ein Dauerschach, bevor Schlimmeres passieren konnte und sicherte den Bindlachern den knappen, aber verdienten, Mannschaftssieg.
Was für ein Kampf! Alle vier Weißpartien wurden gewonnen und Bertram war mit Schwarz das Zünglein an der Waage, indem er das einzige Remis sicherte. Mit diesem Sieg stehen die Chancen auf Klassenerhalt so gut wie noch nie zuvor und wir hoffen, am 22.03. in Schwandorf den Sack dicht zu machen.
Autor: Christoph Sesselmann
