2003 – Bezirksliga 2002-2003

III. Mannschaft

Die Bindlacher Dritte Garnitur

Bindlach III siegt 5:3 gegen Kirchenlaibach II

Saisonziel erreicht. Durch den Heimsieg gegen Kirchenlaibach II konnten wir den fünften Tabellenplatz in der Endabrechnung einnehmen. In seinem letzten Spiel für die Bindlacher „Dritte“ holte Dieter Knappe ein sicheres Remis. Z. Rangl konnte anschließend seinem Gegner die Dame abluchsen und ließ sich diesen klaren Vorteil nicht mehr nehmen. Der völlig indisponierte Gegner von H. Thiem hatte nichts entgegenzusetzen und musste nach 2 Stunden Spielzeit mit den weißen Steinen aufgeben. Im Jugendduell zwischen M. Herrmann und M. Schulz war die größere Erfahrung des Bindlacher ausschlaggebend, so dass die Einheimischen mit 3,5:0,5 in Führung gingen. Tapfer kämpfte der Kirchenlaibacher A. Hößl gegen unseren besten Punktesammler (6,5 auf 8, ungeschlagen) Peter Müller. Die genauere Endspieltechnik führte zum Sieg des Bindlachers. Seinen ersten zählbaren Erfolg konnte G. Deinlein am Spitzenbrett gegen unseren Kreisspielleiter verbuchen. Durch genaue Verteidigungszüge sicherte er die Punkteteilung. Nun sah es nach einem Kantersieg aus, da B. Sebold seinen Gegner eigentlich schon überspielt hatte. In Zeitnot gekommen spielte er auf ein Remis im Endspiel, konnte die genaue Remisführung aber nicht finden, und verlor noch. R. Ernst versuchte alles mit einem Minusbauern die Stellung Remis zu halten. Nach einem nicht ganz genauem Springermanöver kam er doch noch auf die Verliererstraße und gratulierte seinem Gegner. Durch die geplante Bezirksreform (siehe Homepage des Bezirkes) werden in den nächsten Wochen, die Einteilung der Ligen, und somit auch unsere Gegnerschaft für die nächste Saison festgelegt.

Schwarzer Sonntag für Bindlach III

Ohne Dieter und Zdenek traten wir in Hof an, kurzfristig sprangen Alexej und Andreas Potzel ein. Am zweiten Brett begann der Reigen unserer Niederlagen. Bernhard gewann die Qualität für zwei Bauern, und übersah in der Folge in kritischer Stellung einen Turmverlust, so das er sofort aufgeben musste. Unser Jugendspieler Andreas spielte mit Schwarz eine ausgezeichnete Partie, so das er im 24. Zug locker remisieren konnte. Toll Andi !!!! Alexej konnte am siebten Brett gegen seinen starken Gegner alle Eröffnungsprobleme lösen. Die taktischen Spielchen seines Gegners wurden Alexej dann in knapp werdender Bedenkzeit zum Verhängnis. Wegen drohendem Materialverlustes gab er sich schließlich geschlagen. Gerhard hatte gegen den Hofer Spitzenspieler A. Wilfert eine gute Angriffsstellung, verlor aber nach eigener Aussage den Überblick, und wurde im Endspiel mit einem Minusbauern matt gesetzt. Den Mannschaftssieg der Hofer Reserve stellte Mannschaftsführer P. Wilfert sicher. Er brachte Rainer seine erste Niederlage bei. Rainer hielt gut mit, und musste sich erst in Zeitnot geschlagen geben. Aus der Eröffnung heraus stand Peter Michel immer unter Druck. Er versuchte sich immer wieder herauszuwinden, aber nach über vier Stunden Spielzeit musste er sich den ständigen Attacken des Hofers geschlagen geben. Die letzte Bindlacher Niederlage konnte Heinz letztlich nicht vermeiden. In der französischen Verteidigung gelang es dem Bindlacher Mannschaftsführer mit den schwarzen Steinen das Geschehen auf dem Brett zu kontrollieren. Aber nach einem katastrophalen positionellen Turmmanöver kippte die Stellung. Der Hofer spielte die Partie sicher bis zum Sieg. Den einzigen Bindlacher Sieg steuerte Peter Müller am fünftem Brett bei. Peter gewann im Endspiel einen Bauern, und konnte nach einem Fehlgriff des Einheimischen sicher gewinnen. Wer sich die Tabelle und die Paarungen der letzten Runde genau anschaut, wird feststellen bei welchen Ergebnissen wir Absteigen können. Das nächste Spiel findet am 30. März 2003 um 9 Uhr im Sportheim gegen Kirchenlaibach II statt. Sie sind zwar Tabellenletzter, dürfen aber auf keinen Fall unterschätzt werden ( nur 4,5:3,5 Niederlage gegen Thiersheim).

Bindlach III siegt gegen Rehau !!!

Ohne Gerhard und Dieter traten wir zu einem sehr wichtigen Spiel gegen Rehau an. Kurzfristig sprangen aber Klaus und Klaus ein, die an diesem Wochenende schon sehr mit diversen Funktionärsaktivitäten belastet waren. Herzlichen Dank. Nun aber zum Wettkampf. Als erster gewann unser Topscorer Dr. R. Ernst. Er überrannte seinen Gegner aus der Eröffnung heraus und ließ im nicht den Hauch einer Chance. Von den vielen Funktionärstätigkeiten noch nicht ganz erholt präsentierte sich Klaus Steffan am sechsten Brett. Er verbrauchte mit den weißen Steinen zuviel Zeit, und büßte in Zeitnot Material ein und gab auf. Peter Müller spielte mit Schwarz sicher Remis. In der abendlichen Analyse fanden wir aber einen schönen Gewinnweg, der auch unseren Peter „so einfach wäre das gewesen“ verblüffte. Erstmalig in Rückstand gerieten wir nach einem Figureneinsteller von B. Sebold am Spitzenbrett. Bernhard spielte mit den schwarzen Steinen auf Angriff. Um diesen abzuwehren benötigte sein Gegenüber sehr viel Zeit. Als sich die Lage beruhigte, stellte Bernhard in Gegners Zeitnot einen Turm ein, und verlor. Den Ausgleich bescherte uns Abteilungsleiter (mit seinen Gedanken auch bei der ersten und zweiten Mannschaft) durch konsequentes Angriffsspiel, das er im Endspiel vollendete. Peter Michl konnte uns wiederum in Führung bringen. Er nutzte seine ganze Erfahrung um ein schwieriges Endspiel zum Punktgewinn zu bringen. Seit geraumer Zeit stand Heinz Thiem auf Gewinn. Aber sein Gegner (Figur und mehrere Bauern im Rückstand) versuchte die drohende Niederlage abzuwenden. Im 62.Zug gab er schließlich auf, und die Bindlacher konnten sich über den Mannschaftserfolg freuen. Den guten Gesamteindruck der Einheimischen rundete Z. Rangl am dritten Brett mit einem Unentschieden zum 5: 3 Endstand ab.

Nun können uns Helmbrechts II und Kirchenlaibach II nicht mehr einholen. Es gilt deshalb noch eine weitere Mannschaft (Hollfeld, Marktleuthen II oder Rehau) hinter uns zu lassen.

Das nächste Spiel findet am 16. März 2003 um 9 Uhr in Hof statt.

Bindlach III  holt ein Unentschieden !!!

Die, komplett angetretenen Bindlacher konnten nach langen Kampf gegen die Reserve des Regionalligisten in Marktleuthen einen wichtigen Punkt zum angestrebten Klassenerhalt gewinnen. Am zweiten Brett spielte B. Sebold wiederum eine für ihn typische (riskante)  Partie. In offener Stellung konnte er seinen König nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Nachdem der König einige „Wanderzüge“ vollbringen musste gab der Bindlacher auf. Gegen den passiv spielenden Jugendlichen der Heimmannschaft stellte P. Müller mit aggressivem Angriffspiel den Ausgleich sicher. Trotz zwischenzeitlichen Mehrbauern konnte D. Knappe das Remis am dritten Brett nicht verhindern. Am Spitzenbrett kämpfte G. Deinlein wie schon öfter vergebens (macht nichts Gerhard). In etwa gleicher Stellung musste er nach einer Unachtsamkeit einen Springer für zwei Bauern geben, und konnte nichts mehr entgegensetzen. Am achten Brett musste sich H. Thiem dem besseren Spiel des Marktleutheners geschlagen geben. Der Führer der weißen Steine gab in der Eröffnung einen Bauern, hatte aber dafür Entwicklungsvorsprung. Der Bindlacher fand nie zu seinem Spiel und wurde in Zeitnot überrannt. Jetzt stand es 3,5:1,5 für die Heimmannschaft, aber wir standen an den verbleibenden Partien besser. Im tschechischen Duell konnte Z. Rangl seine bessere Stellung  mit einem Mehrbauern sicher verwerten. Nun lag es an P. Michl und R. Ernst noch wenigstens einen Mannschaftspunkt zu sichern. In gewohnter Weise spielte P. Michl seine Endspielstärke aus, konnte aber nur noch ins unvermeidliche technische Remis einlenken. „So jetzt aber Rainer, alles geben, Sieg oder Niederlage“ wurde im Vorraum ausgegeben. Unser bester Punktesammler nahm uns beim Wort und spielte alle Möglichkeiten die er hatte aus. Als die Partie zu unseren Gunsten entschieden war, fiel auch noch die Zeit des Marktleutheners und der Jubel im Bindlacher Lager war groß. Wie im Internet ersichtlich wurde die Partie Rehau – Kirchenlaibach II der 5.Runde 7,5:0,5 für Rehau gewertet. Einen großen Schritt zum Klassenerhalt können wir mit einem oder zwei Punkten gegen Rehau machen. Aber die Rehauer sind eine starke Mannschaft und wir müssen uns steigern um dieses Ziel zu erreichen.

Das nächste Spiel findet am 23. Februar 2003 um 9 Uhr in Bindlach gegen Rehau statt. Wahrscheinlich spielen wir im Sportheim, da die erste im Rathaus spielt.

Bindlach III Chancenlos !!!

Die, ohne zwei Stammspieler angetretenen Bindlacher hatten gegen die verlustpunktfreien Gäste aus Kirchenlamitz keine Chance. Die Heimmannschaft ging durch A. Dederer (Brett 8) in Führung. Alexej nahm seinem jungen Gegner in der Eröffnung einen Bauern ab und behielt diesen Vorteil bis zum Endspiel. In guter Stellung stellte B. Sebold einen wichtigen vorgerückten Bauern ein. Nach dieser Unachtsamkeit konnte sich der Gast befreien und spielte seine nun bessere Stellung sicher zum Sieg. Mit den schwarzen Steinen am Spitzenbrett spielend, stand G. Deinlein immer mit dem Rücken zur Wand. Die zahlreichen Schwächen nutzte der Kirchenlamitzer zur Gästeführung. Den 1:4 Zwischenstand stellte J. Fischer gegen unseren Jugendspieler M. Herrmann her. Michael verpatzte die Eröffnung und opferte in grausamer Stellung. Nun konnte er zwar seine Figuren wieder bewegen hatte aber schlussendlich das schlechtere Spiel und gab auf. Den Sieg der Gäste stellte H. G. Gäbler mit einem Remis gegen P. Müller her. Peter hatte zwar einen Freibauern, aber die kompakte und sichere Stellung des Gastes reichte zur Punkteteilung. Nach guter Stellung veropferte sich P. Michl. In gewohnter kämpferischer Art und Weise machte er weiterhin Druck, konnte aber keinen Weg finden den materiellen Nachteil auszugleichen und musste aufgeben. Für eine Ergebnisverbesserung sorgte Z. Rangl mit seinem Unentschieden am dritten Brett. Er griff die Königsstellung des Weißen an, konnte aber keinen Gewinnweg finden, und willigte im Endspiel nach fünf Stunden ins Remis ein. Der Punkt von H. Thiem war letztendlich glücklich und stellte das Endergebnis von 3:5 fest. Mit den weißen Steinen versuchte der Bindlacher die Königsstellung seines zäh kämpfenden Gegners zu lockern. Durch einen einzügigen Figureneinsteller drehte sich das Blatt, und die Stellung war verloren. Aber nach fast sechs Stunden Kampf machte der H. Weidmann einen entscheidenden Fehler und verlor noch den sicher geglaubten Punkt. Insgesamt war der Sieg der Gäste hoch verdient, nun sind sie weiter auf den Fersen der überragenden Mannschaft aus Thiersheim.

Das nächste Spiel findet am 02. Februar 2003 um 9 Uhr in Marktleuthen statt.

Bindlach III verpasst Sensation !!!

Die, ohne zwei Stammspieler angetretene, Thiersheimer Mannschaft zitterte sich zu einem knappen 4,5:3,5 Sieg. Nach zweieinhalb Spielstunden schien sich eine Überraschung anzubahnen. In keiner Partie standen wir richtig schlecht, dafür aber bei Jörg und Peter wirklich super. Aufgrund dieser Einschätzung machte Bernhard, in besserer Stellung gegen den stärker eingeschätzten Vitek, remis. Den schweren Eröffnungsfehler seines Gegners nutzte Peter Michl zu einem Angriff, der die komplette Stellung des Thiersheimers zertrümmerte. Nun begann die Phase, in der die Gäste alles dafür taten, um die Thiersheimer ja nicht zu besiegen. Als erster verlor Heinz die Übersicht, nachdem der Thiersheimer mit ständigen Remisangeboten in schlechterer Stellung nervte. Der Bindlacher wollte die weiße Stellung mit Gewalt zerstören, übersah dabei aber den einzigen Verteidigungszug, der gleichzeitig den Verlust der Partie des Gastes bedeutete. Daraufhin konnte sich der glückliche Gewinner diesen, für mich unsportlichen Satz nicht verkneifen. „ Selber Schuld, hättest ja schon dreimal Remis haben können.“. Er hat ja eigentlich recht, aber dann müsste man ja jede Partie schon am Anfang remisieren, oder ?????. Nach diesem kurzen Ausflug in mein Seelenleben wieder zurück zum Geschehen. In extremer Zeitnot stellte Dieter in ausgeglichener Stellung die Dame ein, und gab kurz darauf auf. Den erhofften Punkt an Brett eins konnte Jörg nach überlegen geführter Partie nicht einfahren. Er musste sich im Endspiel nach einem verpassten Königszug zähneknischernd mit der Punkteteilung gegen den alten Meister Schurig zufrieden geben. Nach einer wilden Partie ( Zdenik hatte mal einen Bauern mehr), mit zersprengten und hängenden Bauern, fand sich Zdenik plötzlich im Endspiel mit Turm gegen Turm und zwei Randbauern wieder. Er nutzte alle Verteidigungskniffe um das glückliche Remis zu retten. Nach über fünf Stunden Spielzeit besiegte Rainer seinen Gegner im Endspiel. Er hatte seinen König zentralisiert und nutzte diesen Vorteil in Verbindung mit der Überlegenheit des Läufers gegen Springer zum Sieg. Gerhard kämpfte bis zum letzten Moment gegen die drohende Niederlage. Er spielte mit Schwarz eine gute, wenn auch defensive Partie. Erst im Endspiel setzte sich die besserer Technik des Thiersheimers durch. Somit Stand der vierte Sieg im vierten Spiel für Thiersheim fest. Glückwunsch !!!

Die nächste Runde findet am 12. Januar 2003 um 9 Uhr im Bindlacher Rathaus gegen  Kirchenlamitz statt

Niederlage für  Bindlach III in der Bezirksliga Ost !!!

Das die dritte Garnitur das erste Spiel mit den neuen Digitaluhren verlor lag nicht an der neuen Technik, sondern an den Brettern 1-3, die alle verloren. Das Glück, das uns in so vielen Spielen beistand war diesmal (verdient) auf Konradsreuther Seite. Nach zwei Stunden Spielzeit nutzte Z. Rangl das fehlerhafte Spiel seines Gegenüber zur sicheren Führung für Bindlach. Mit den schwarzen Steinen musste Peter Müller das Remisangebot annehmen. Der Gast machte Druck auf der C-Linie und ließ Peter nicht zu seinem Angriffsspiel kommen. Als Rainer Ernst an Brett 4 kurz vor der Zeitkontrolle seinen Gegner geschickt ausspielte, sah alles nach einer Fortsetzung unserer Siegesserie aus. Nun folgte eine Niederlagenserie. Peter Michel verlor einen Bauern gegen den starken Thomas Dürrschmidt. Der Gast spielte mit diesen Vorteil sicher bis zum Sieg. Am Spitzenbrett wollte unser Jörg in ausgeglichener Stellung eine Qualität gewinnen. Er übersah aber ein Turmopfer, das die Entscheidung zu Gunsten des Konradsreuthers brachte. Ausgleich.!! Nun war wieder alles offen. Bernhard hatte vier Bauern gegen zwei plus Läufer, er hätte Remis halten können, machte aber einen Fehlzug und musste sich seinem Schicksal ergeben. An Brett zwei kämpfte Gerhard wie ein Löwe, griff aber im entscheidenden Moment daneben. Bei richtiger Abwicklung hätte er zwei Türme + Läufer gegen die Dame sicher zum Sieg führen können. Mannschaft verloren !!!!. Am letzten Brett kämpfte Heinz gegen den gut spielenden Nachwuchsspieler der Gäste. Dieser spielte bis kurz vor der Zeitkontrolle sicher, machte dann aber im Turmendspiel passive Züge und verlor nach fünf Stunden Spielzeit. Somit war das knappe 3,5:4,5 Endergebnis perfekt. Die nächste Runde findet am 24. November um 9 Uhr in Thiersheim statt

10. Sieg in Folge für Bindlach III in der Bezirksliga Ost  !!!

Wer dachte das es in Helmbrechts, beim Aufsteiger leicht werden würde, der änderte seine Meinung nach zwei Stunden Spielzeit. Bei Bernhard hatte der Gegner mit einem schönen Qualitätsopfer die Verteidigung des Königs entblößt. Peter Michel spielte eigentlich mit einem Läufer weniger, und Rainer hätte das drohende Dauerschach nur durch eine gewagte Opfervariante abwenden können. Da keine Partie für uns auf Gewinn stand ließ er bei Remisgebot seine Zeit laufen und wartete bis Besserung in Sicht war. Als sich die Lage wieder freundlicher gestaltete machte er kurzerhand Remis. In Führung gingen die „Bären“ durch Heinz  am siebten Brett, der seinen Gegner aus der Eröffnung heraus in die Defensive drängen konnte und leicht gewann. An den Folgen des Qualitätsopfers wurde Bernhard an Brett 2 selbst zum Opfer und gab auf. Unser Jörg quälte seinen Gegner P. Zimpel (Rechnung beglichen) am Spitzenbrett. Durch Jörgs vorgerückte Bauern spielte der Einheimische quasi mit zwei Figuren weniger und erkannte die überlegene Spielweise unseres Spitzenspielers an. Der Jugendspieler Michael, der schon mehrmals vom Remis träumte (leg doch mal die Angst ab Michi, hast doch gar keinen Grund), nutzte im Endspiel die Kraft der beiden Läufer konsequent zum Sieg. Peter Michel, der seinen  Gegner in einem Endspielkrimi besiegte, schien ja schon auf verlorenem Posten (siehe oben). Aber geschickte Bauernzüge und aufgestellte Drohungen brachten ihn wieder ins Spiel und er punktete zum Mannschaftssieg. Zdenik erhöhte das Ergebnis  durch ein hart umkämpftes Remis, wobei er meiner Meinung nach Siegchancen  nicht verwertete. Den 6:2 Endstand stellte Peter Müller sicher, der durch druckvolles Angriffsspiel einen Bauern, und im Endspiel noch einen weiteren gewann. Der Einheimische gab nach 5,5 Stunden Spielzeit in aussichtsloser Stellung auf. Mit 4:0 Punkten im Rücken warten nun zwei harte Brocken auf uns. 

Gelungener Saisonauftakt

Mit einem 5:3 Heimerfolg gegen Hollfeld konnte die Dritte einen wichtigen Sieg zum Beginn der Saison einfahren. Vor dem Spiel hatten wir uns durchaus Chancen ausgerechnet. Unser Kalkül sah dabei so aus: Hinten sollte nach Möglichkeit gepunktet werden und vorne versucht werden, gegen die dort nominell stärkeren Hollfelder die eine oder andere Partie zu halten. Natürlich kam alles ganz anders… Die Hollfelder waren mit der fast bestmöglichen Aufstellung angetreten (lediglich Brett 8 war durch einen Ersatzspieler besetzt). So kam es, dass ein Kaliber wie Dieter Langenfelder plötzlich am fünften Brett auftauchte. Zdenik Rangl geriet denn auch in die gefürchtete „Langenfeldersche Eröffnungsmaschinerie“ (Zitat Dieter Langenfelder) und fand sich in schlechterer Position wieder. Ein Figurengewinn brachte denn auch bald die Hollfelder in Führung. Den schnellen Ausgleich erzielte Alexej Dederer am achten Brett. Gegen seinen jugendlichen Gegner hatte er in der Eröffnung bereits durch einen taktischen Trick einen Bauern gewonnen und hatte mit der Verwertung keine Probleme, als sein Gegner auch noch im Endspiel eine Figur einstellte. Den ersten wichtigen „Big Point“ landete Bernhard Sebold am dritten Brett. Mit den schwarzen Steinen verwickelte er seinen Gegner in taktische Wirrungen und trug einen schönen Königsangriff vor. Nach einer Abwicklung, in der er wohl den sofortigen Sieg übersah, hatte er die Dame für zwei Türme. Wenig später war jedoch die Partie beendet, nachdem sich der Hollfelder ein entscheidendes Versehen geleistet hatte. Doch Hollfeld konnte ausgleichen: Am siebten Brett war Klaus Steffan in seinem ersten Spiel für Bindlach, nachdem er in einem remislichen Endspiel die Leichtfiguren getauscht hatte, in ein schwer zu spielendes Bauernendspiel geraten, in welchem er leider den Remisweg unter Zeitdruck nicht fand. Folglich stand es 2:2, als Peter Müller am sechsten Brett die Bären erneut in Führung brachte. Er hatte mit Weiß einen Bauern auf d6 „einpflanzen“ können. Der Gegner bekämpfte diesen Bauern, doch verlor dadurch Zeit und musste seine Königsstellung kompromittieren. Peter ließ sich nicht zweimal bitten und überrollte seinen Gegner im entscheidenden Angriff. Am ersten Brett hatte der Bindlacher Ersatzkapitän Jörg Heimerdinger zwar einen Bauern mehr, dafür jedoch eine höchst unklare Stellung mit gegnerischen Angriffschancen. Der Hollfelder spielte jedoch ungenau, so dass der Bindlacher sich in ein gewonnenes Turmendspiel mit Mehrbauer retten konnte. Zu diesem Zeitpunkt sah es nach einem Mannschaftsunentschieden aus, doch plötzlich brach Jubel unter den Bindlachern aus. Am vierten Brett hatte Rainer Ernst nach wilden Verwicklungen mit Qualitätshin- und -rückopfer eine leicht schlechtere Stellung. Sein Gegner stellte jedoch Dankbarerweise (aus Bindlacher Sicht) die Dame ein, so dass die Bären sich nun mit 5 Punkten unaufholbar in Führung wieder fanden. Lediglich Ergebniskorrektur aus Hollfelder Sicht war denn auch die Niederlage von Gerhard Deinlein am zweiten Brett. Bei gegenseitigen Rochaden war der Angriff seines Gegners schneller, so dass Gerhard zu einem inkorrekten Figurenopfer griff, welches der Hollfelder jedoch souverän widerlegte. 5 zu 3 hieß es also am Ende, wobei man sicherlich sagen muss, dass die Schachgöttin Caissa den Bären auch diesmal wieder hold war. Schauen wir noch mal kurz auf die taktischen Vorüberlegungen zurück: Hinten wurden 2 Punkte geholt, der Kampf wurde jedoch an den ersten vier Brettern entschieden, wo die Bindlacher Bären den nominell klar überlegenen Hollfeldern 3 Punkte abluchsten. Wozu sind dann solche Vorüberlegungen überhaupt noch nutze???

Ausblick auf die neue Saison 2002/2003

Am Sonntag den 29.09.2002 beginnt für die dritte Garnitur der Bindlacher die 3.Saison in der Bezirksliga Oberfranken Ost. Ziel der Mannschaft ist trotz der Vizemeisterschaft im letzten Jahr ein gesicherter Mittelfeldplatz. Die Liga ist nach meiner Einschätzung stärker besetzt als im letzen Jahr. In der ersten Runde treffen die “Bären” auf die spielstarke Truppe aus Hollfeld. Das erste Auswärtsspiel findet beim Aufsteiger Helmbrechts II statt. Am Spitzenbrett ist Peter Zimpel als Neuzugang gemeldet, er ist ein alter Bekannter, der auch schon in Bindlach spielte. Die dritte Runde beschert uns Konradsreuth, die wir im letzten Jahr überraschend schlagen konnten. Dieses Jahr gehören sie für mich wieder zu den Spitzenmannschaften, den sie werden nicht jedes Jahr soviel Pech haben. Zum Topfavoriten Thiersheim, die sich an den Spitzenbrettern erheblich verstärkt haben, fahren wir im letzten Spiel vor der Weihnachtspause. Im neuen Jahr spielen wir Zuhause gegen Kirchenlamitz, den Heimatverein unseres ehemaligen Bezirksspielleiters H.G. Gäbler. Zum starken Aufsteiger Marktleuthen II geht die nächste Reise. Den nächsten Neuling, Rehau haben wir anschließend im Bindlacher Rathaus zu Gast. Sie sind, wie auch Marktleuthen durchgehend gut besetzt. Das vorletzte Spiel bestreiten wir bei der Reserve des PTSV-SK Hof, die wir im letzten Jahr in der letzten Runde knapp bezwingen konnten. Den Saisonabschluss bestreiten wir Zuhause gegen den dritten Vertreter unseres Schachkreises, Kirchenlaibach II. In diesem Kampf könnte es für beide Verein um den Klassenerhalt gehen. Die besseren Karten sollte der haben, der nicht zu viele Spieler an die obere(n) Mannschaften verliert. Mein Fazit: Wenn wir unsere Chancen gegen die Aufsteiger und Hollfeld, Hof sowie Kirchenlamitz nutzen sollte das erklärte Ziel erreichbar sein. Eine Saison wie die letzte wäre zwar schön, aber nicht jedes Jahr werden alle über sich hinauswachsen, bzw. einige Punkte fast geschenkt bekommen.

Thiem Heinz Mannschaftsführer.


Alexander wird geehrt durch Bürgermeister Hübner
Axel hat alle rasiert….
Sieger – Vereinsmeisterschaft
Fußball darf beim Grillfest nicht fehlen…
Grillfest – fast ohne Getränke…
Sportlerehrung im Bindlacher Rathaus

Axel Heinz und Alexander Opitz im Gespräch mit Klaus Steffan vor der Deutschen Meisterschaft 2003

FragenAntwort AxelAntwort Alexander
Mit welchem Alter habt Ihr das Schach spielen erlernt?Mit 5 JahrenMit 8 Jahren
Wer brachte Euch die Grundzüge bei, und wer war danach Euer erster Trainer in welchem Verein?Opa brachte mir die Grundzüge bei und mein erster Trainer war Herr Popp beim SK Grundig Bayreuth.Mein Opa und mein Vater. Mein erster Trainer im BTS war Ralf Callenberg, danach Gerd Lederer
Was fasziniert Euch am Schachsport?Die Komplexität, die vielen verschiedenen Möglichkeiten.Die Vielzahl der Möglichkeiten und Abwechslungsreichtum; dass man immer noch etwas dazu lernen kann
Ist der Zeitaufwand, den Ihr für das Schach betreibt, für die Schule von Nachteil.Ja, vor allem bei Turnieren bei denen ich eine Schulbefreiung benötige.Nein, mein Zeitaufwand für Schach richtet sich momentan sowieso danach wie viel Zeit mir nach der Schule noch übrigbleibt. Außerdem fördert das Schach Fähigkeiten wie Konzentration oder logisches Denken, die auch für die Schule sehr hilfreich sind
Welche Spielstärke ist für Euch noch möglich?Ich denke ELO 2550 ist für mich noch erreichbar.Das kann ich schlecht abschätzen
Welche Turniere spielst Ihr in nächster Zeit?Zunächst einmal die DEMFür diese Saison ist nach der Deutschen nichts mehr geplant, vielleicht ergibt sich noch etwas
Warum seid Ihr gerade nach Bindlach gewechselt?Weil es dort eine gute Schach-Mannschaft gibt und auch die Stimmung passtWegen der größeren sportlichen Möglichkeiten
Wer ist Euer aktueller Trainer?Jürgen DelitzschMomentan keiner
Welcher Große Schachspieler hat es Euch angetan?Arthur JussupowBobby Fischer
Gibt es eine Lieblingseröffnung, die Ihr mögt?Nimzo-IndischSizilianisch
Welchen Schachstil spielst Ihr Euerer Meinung nach?Intuitiv, ohne große KomplikationenEinen dynamischen Schachstil
Habt Ihr sonst noch irgendeine Lieblingssportart?FechtenFußball, Tischtennis
Welche Schule besuchst Ihr im Moment?Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth, 9. KlasseDas Graf-Münster-Gymnasium in Bayreuth, wo ich nächstes Jahr mein Abitur machen werde
Was ist Euer Lieblingsessen?PizzaIch hab kein besonderes
Wie schaut Eure Freizeit außerhalb des Schachs aus?Treffen mit Freunden, Warhammer, Magic, ComputerEntspannen, mit Freunden was unternehmen, ab und zu Sport als Ausgleich
Welche Musikrichtung hörst Ihr in Euerer Freizeit?Punk-RockRock und Pop
Gibt es ein PC-Spiel, was es Euch angetan hat?Diablo 2 + Lord of DestructionZum Computer spielen komme ich momentan nicht mehr
Könnt Ihr Euch Schach ohne Internet und Chessbase noch vorstellen?JaEigentlich nicht, da ich auf die vielzähligen Möglichkeiten dort nicht verzichten möchte
Die wievielte „Deutsche Einzelmeisterschaft“ ist es für Euch?Die 7Es ist für mich die erste deutsche Meisterschaft
Wie sieht Eure Vorbereitung für die „Deutsche“ aus?Ich schau mir die Eröffnungen der Gegner anHauptsächlich Eröffnungstraining
Welche Platzierung wollt Ihr in Willingen erreichen?1. PlatzIch freu mich erst einmal, dass ich überhaupt teilnehmen darf und auf die Erfahrung, die ich gewinnen werde, aber ein Mittelfeldplatz wäre schon ein Erfolg
Welches Turnier war für Euch das schönste, an dem Ihr je teilgenommen habt?Bad Wiessee und Pulvermühle Länderkampf Deutschland – HollandSelbstverständlich die Bayrische Meisterschaft in diesem Jahr, wo ich mit dem 2. Platz meinen bisher größten Erfolg hatte
Ach ja, am 12.Juli 2003 findet in der Bindlacher Bärenhalle das „Internationale Bindlach-Open“ statt.

Wenn Ihr Zeit habt, würdet Ihr daran teilnehmen?
JaJa, als Lokalmatador ist es fast schon eine Pflicht teilzunehmen. Außerdem will ich meinen Titel vom letzten Jahr (noch in Pegnitz) verteidigen

Ich danke beiden Schachfreunden für die Beantwortung der Fragen und wünsche auch im Namen aller Schachfans im Kreis Bayreuth Ihnen den bestmöglichen Erfolg. Für Axel natürlich den Titel und Alexander ist für jede Überraschung gut. Das hat ja die letzte “Bayerische” gezeigt. Auch denke ich, dass es in Kürze eine Regelung gibt, was Deinen zukünftigen Trainer betrifft.