2. Schachbundesliga
Erfolgreiches Bindlacher Bundesligawochenende...
26.10.2017 - 17:12

Partien zu: Bindlach - Erlangen, Forchheim - Bindlach, Bindlach - Aue

von Jan Krensing

Am vergangenen Wochenende hat sich die Gemeinde Bindlach abermals als Eldorado des oberfränkischen Schachsports erwiesen. Im Bindlacher Rathaus trafen sich am Samstag und Sonntag die Mannschaften Nickelhütte Aue, SC Erlangen, SC Forchheim und natürlich der gastgebende TSV Bindlach-Aktionär zu einem Doppelspieltag der 2. Bundesliga Ost. Für die Auer und die Bindlacher standen sogar drei Mannschaftskämpfe auf dem Programm, weil sich beide Vereine darauf geeinigt hatten, das für den 10. Dezember angesetzte Duell vorzuverlegen. Somit wurde die Schachsaison am Freitag um 17 Uhr mit dem Duell gegen den Erzgebirgischen Schachverein Nickelhütte Aue eröffnet, wobei die Auswärtsmannschaft ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und sich verdient mit 5-3 durchsetzen konnte. Einzig Tadeas Kriebel (Weiß, Brett 2) gelang es, seine Partie zu gewinnen. Dem gegenüber standen drei Niederlagen von Petr Neuman (Schwarz, Brett 3), Felix Stips (W, 6) und Jan Krensing (S, 7). In den Spielen von Martin Petr (S, 1) und Pavel Cech (W, 4) wurde der Punkt geteilt. Gleiches galt für die Partie des Bindlacher Neuzugangs, Thomas Pähtz (S, 5), sowie für die Partie von Gerald Löw (W, 8) aus Ramsenthal.
Für den Samstag sah der Spielplan das Duell zwischen dem TSV Bindlach und dem Schachclub Erlangen 48/88 vor, der den Ausfall von Großmeisterin Hanna Marie Klek zu beklagen hatte. Ohne Erlangens Spitzenspielerin wurde die Favoritenrolle den Bindlachern zuteil, da sie an jedem der acht Bretter eine höhere ELO-Zahl aufwiesen. Dieser Effekt wurde dadurch verstärkt, dass Gavin Wall den Platz von Löw einnahm. Wall konnte am Vortag aus beruflichen Gründen nicht mit von der Partie sein und erreichte Bindlach erst gegen Mitternacht. Der eindeutige Verlauf des Wettkampfs war dennoch überraschend. Nach den Siegen von Petr (S, 1), Cech (W, 4), Wall (S, 5) und Krensing (W, 8) stand es nach vier Stunden Spieldauer bereits 4-0 für den TSV Bindlach. Die übrigen vier Spiele endete allesamt remis, wobei in der Partie von Kriebel und Hilverda mehr als 110 Züge und über sechs Stunden gerungen wurde, bis schlussendlich nur noch beide Könige auf dem Schachbrett verblieben waren.
Im dritten Spiel des Wochenendes durfte sich der TSV Bindlach-Aktionär am Sonntag mit dem Schachclub Forchheim messen. Bei diesem Aufeinandertreffen zeigte sich abermals der Vorteil der weißen Steine. Genau wie bei anderen Sportarten ist es auch beim Schach von Vorteil, den „Aufschlag“ zu haben. Durchschnittlich enden 40% der Partien mit einem Unentschieden, in 35% gewinnt Weiß, in 25% gewinnt Schwarz. In diesem Fall konnten Petr (W, 1), Neuman (W, 3) und Wall (W, 5) ihren Anzugsvorteil nutzen, lediglich Stips (W, 7) musste sich mit einem Remis zufrieden geben. Die vier Schwarzpartien endeten im Unentschieden, sodass die Heimmannschaft einen 5,5-2,5-Sieg davontrug.
In den parallel ausgetragenen Spielen konnte Nickelhütte Aue jeweils mit 6,5-1,5 gegen den SC Forchheim und gegen den SC Erlangen gewinnen. Die zweite Mannschaft des TSV Bindlach-Aktionär verlor mit 1,5-6,5 in Kareth-Lappersdorf (Landkreis Regensburg). In drei Wochen werden die Bindlacher Schach-Cracks nach Aue reisen, um gegen die Mannschaften aus Augsburg und Weilheim anzutreten. Das Spiel gegen die Mannschaft vom Starnberger See wird ein ganz besonderes werden, weil der Schachklub Weilheim zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in der 2. Bundesliga vertreten ist. Zwei spannende Paarungen, denn Augsburg und Weilheim rangieren in der aktuellen Tabelle direkt hinter den Bindlachern auf den Plätzen 3 und 4.

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Klaus Steffan


gedruckt am 21.11.2017 - 11:12
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